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Politischer Donnerstag am 1. Dezember: Widerstand gegen die neue atomare Aufrüstung in Büchel und was wir in Rostock tun können

Büchel steht für den letzten Atomwaffenstandort in Deutschland. Dort lagern 20 atomare Sprengköpfe. Büchel steht auch für die atomare Teilhabe Deutschlands. Täglich üben deutsche Soldaten mit ihren Tornados den Abwurf dieser Massenvernichtungswaffe. Büchel steht auch für die neue atomare Aufrüstung. Die jetzigen Atomwaffen werden ab 2020 durch flexibler handhabbare und mit neuen Fähigkeiten ausgestattete Atomwaffen ersetzt. 

Büchel ist allerdings auch ein Ort des Widerstands gegen die Atomrüstung in Deutschland geworden. 2013 wurde der militärische Betrieb des Fliegerhorstes von vielen Musikern 24 Stunden lang lahmgelegt. 2014 wurden aus einem Aktionscamp heraus 10 Tage lang immer wieder die Einfahrten zum Militärgelände unterbrochen. 2015 wurden an 31 Tagen durch 38 verschiedene Gruppen, auch aus Rostock, die Zufahrten durch Sitzblockaden dichtgemacht. 2016 fanden über 20 Wochen hinweg eine Dauermahnwache sowie ständige Aktionen des zivilen Ungehorsams, von Blockaden über Fastenaktionen bis zu Entzäunungsaktionen, statt. Daran beteiligten sich über 45 Gruppen aus ganz Deutschland. Im nächsten Jahr sollen noch mehr Gruppen ihren Protest und Widerstand nach Büchel bringen. Diese Aktionen sollen noch enger mit lokalen Aktivitäten verzahnt werden. Es gilt, den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen. Die Forderung ist, ein Atomwaffenverbot durchzusetzen und auf diese Weise eine atomwaffenfreie Welt herbeizuführen.

Auf der Veranstaltung soll über die internationale und nationale Entwicklung gesprochen werden sowie diskutiert werden, wie man den Widerstand am Symbolort Büchel mit Aktivitäten hier in Rostock verbinden kann.

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 19 Uhr, Peter-Weiss-Haus, Doberaner Str. 21, 18057 Rostock