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„Rote Hände“ gegen Kindersoldaten an Politiker übergeben (Pressemitteilung)

Am gestrigen Donnerstag übergaben Vertreter des Rostocker Friedensbündnisses und der Regionalgruppe Mittleres Mecklenburg der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) im Rathaus 50 rote Handabdrücke. Diese „roten Hände“ wurden im Rahmen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit einer Rostocker Begegnungsstätte und auf dem Rostocker Ostermarsch gesammelt. Mit ihnen wird international gegen die Rekrutierung von Kindern als Soldaten protestiert. Dieses Thema ist auch für die Bundesrepublik Deutschland aktuell: Die Bundeswehr stellt bereits 17-Jährige ein und wirbt unter Kindern und Jugendlichen für den Soldatenberuf. Der Präsident der Bürgerschaft der Hansestadt Rostock, Wolfgang Nitzsche, und der Senator für Jugend und Soziales, Gesundheit, Schule und Sport, Steffen Bockhahn, nahmen die Handabdrücke entgegen. Der Präsident der Bürgerschaft wird die „roten Hände“ und ihr Anliegen in der Bürgerschaft vorstellen und die gesammelten Abdrücke an die Präsidentin des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern weiterleiten.  

Am Rande der Veranstaltung kritisierten die Vertreter des Rostocker Friedensbündnisses und der DFG-VK die Rolle der Stadt beim Aufenthalt des 1. ständigen maritimen Einsatzverbandes der NATO an zivilen Kais von Warnemünde Mitte März. Mit ihrer Präsenz in unmittelbarer Nähe zu Wohnbereichen und ihren werbewirksamen Open-Ship-Angeboten beförderten die Kriegsschiffe die Militarisierung des öffentlichen Raumes. Der Verband war Gast der Hansestadt Rostock.