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Gefangene für den Frieden brauchen Solidarität!

Meldung vom Dezember 2014:

Am heutigen 1. Dezember, dem Internationalen Tag der Gefangenen für den Frieden, ruft die War Resisters’ International (WRI) zur Solidarität auf. Sie veröffentlicht eine Liste mit Namen und Adressen von Menschen, die ins Gefängnis geworfen wurden, weil sie nicht in die Armee wollen, die Kriegspolitik ihrer Länder sabotiert haben oder gegen Militäranlagen vorgegangen sind.

Die WRI schlägt vor, in diesen Tagen den Gefangenen Kartengrüße in die Haft zu schicken. Selbst wenn die Karten die Adressaten nicht erreichen, machen sie deutlich, dass außerhalb des Gefängnisses Menschen sich für ihre Haftbedingungen interessieren, an sie denken und das fortsetzen, was sie angefangen haben.

Die diesjährige Liste enthält Namen und Anschriften in Eritrea, Finnland, Israel, Südkorea und den USA. Dort erhielt beispielsweise Rafil Dhafir 22 Jahre Gefängnis wegen humanitärer und finanzieller Hilfe für Iraker im Widerspruch zu US-Sanktionen und Chelsea (ehemals Bradley) Manning 35 Jahre Gefängnis wegen Aufdeckung von Kriegsverbrechen.

Die aktuelle Liste der Gefangenen für den Frieden findet sich hier:

www.wri-irg.org/node/4718

Die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) gehört zu den deutschen Sektionen der War Resisters‘ International. Wir schließen uns dem Aufruf an und bitten auch Sie und Euch, Solidarität mit den Gefangenen für den Frieden zu zeigen.