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DFG-VK-Bundeskongress 2013: kurze Nachlese

Die Tage vom 27. bis 29. September 2013 waren für die Mitglieder der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) von ihrem Bundeskongress geprägt. Zu dieser zweijährlich stattfindenden größten Versammlung der DFG-VK waren vier Mitglieder unseres Landesverbandes delegiert. Sie erbrachte diesmal unter anderem den Beschluss eines neuen Programms für die DFG-VK sowie Erfolge von Kandidaturen für Gremien und Wahlämter aus unserer Regionalgruppe: Monty Schädel wurde als Mitglied des BundessprecherInnenkreises und als Politischer Geschäftsführer der DFG-VK bestätigt und Cornelia Mannewitz neu in den BundessprecherInnenkreis gewählt. Außerdem bestimmte der Kongress die DFG-VK-VertreterInnen in internationalen Organisationen und Netzwerken wie der War Resisters‘ International (WRI) und dem Europäischen Antimilitaristischen Netzwerk (EAN).   

Einige weitere Arbeitsergebnisse: Der Kongress verabschiedete eine Aufforderung an die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland, die Militärseelsorge zu beenden, und solidarisierte sich mit Monty Schädel gegen polizeiliche Vorwürfe, das Verkleben von Antikriegsaufklebern der DFG-VK in Stuttgart zugelassen sowie das Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) in der Colbitz-Letzlinger Heide beleidigt zu haben (Näheres hier: http://www.dfg-vk.de/aktuelles/dfg-vk-neuigkeiten/2013/919 ). Am Open-Space-Abend informierte ein Aktivist der belgischen Friedensorganisation Vredesactie über Unternehmen und Vertretungen, die sich in Brüssel als Rüstungslobbyisten im Umfeld der EU-Einrichtungen niedergelassen haben, und kündigte für Dezember 2012 einen internationalen Aktionstag an.
 
Verbunden war der Kongress mit einer Fachtagung unter dem Titel „Die Waffen nieder: Hundert Jahre Erster Weltkrieg - Nichts gelernt?“. Eine Pressestimme zu dieser Tagung:
 
 
Das Thema „1914-2014“ wird die Friedensbewegung im kommenden Jahr schwerpunktmäßig beschäftigen. Auch wir werden uns dazu bald wieder melden.
 
Nicht beschlossen wurde übrigens eine angedachte Umbenennung der DFG-VK: in Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsgegnerInnen. Die Mehrheit des Kongresses plädierte in der Diskussion dafür, das „Kapitel“ Kriegsdienste mit der Aussetzung der Militärdienstpflicht nicht als erledigt zu betrachten, sondern gerade jetzt darauf hinzuweisen, welche verschiedenen Dienste in einer immer stärker militarisierten Gesellschaft ebenfalls Kriegsdienste sind: Arbeit in der Rüstungsindustrie, offene Türen für die Bundeswehr an Schulen und Hochschulen, „Sicherheits“forschung …
 
Kommentare, Nachfragen und Hinweise an uns sind herzlich willkommen! Eintrittserklärungen natürlich auch ;) 
 
DFG-VK-Regionalgruppe Mittleres Mecklenburg
c/o Rostocker Friedensbündnis
Postfach 10 82 40
18012 Rostock