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Werben fürs Töten und Sterben? Unsere zweite Aktion im Rahmen der Antimilitaristischen Aktionstage

Wir stellen vor: System "RÜCKKEHR". Preise: Probeliegen: 0,50 €, Liegen im Echten: 1 Leben   

                                      

So sah es aus und so las sich unser Flyer:

Werben fürs Töten und Sterben?

Warum heute ans Sterben denken? Heute ist Feiertag in Rostock und Umgebung!

165 Jahre Deutsche Marine!
100 Jahre Militärstützpunkt Hohe Düne!
20 Jahre Flughafen Rostock-Laage!
Hurra!!!
Warum stehen wir dann mit einem Sarg hier?
Weil die Marine in den nächsten Jahren Rostock endgültig in einen Militärhafen verwandeln wird.
Weil auf dem Stützpunkt Hohe Düne die Korvetten auf ihre Kriegseinsätze warten.
Weil der Flughafen Rostock-Laage nur das Anhängsel des Fliegerhorstes ist, auf dem das Eurofighter-Jagdgeschwader „Steinhoff“ steht.
Patriot-Raketen aus Sanitz und Bad Sülze stehen bereits in der Türkei, bereit zum Eingreifen in den syrischen Bürgerkrieg. Die erste Korvette war bereits vor dem Libanon. Schnellboote aus Hohe Düne waren schon oft da. Sie alle spielen ihre Rolle in den strategischen Plänen von NATO und EU, kämpfen für die Gewinne der deutschen Wirtschaft. 
Die Gewinne der Bevölkerung sind das nicht. Unsichere Arbeitsplätze, geringe Bezahlung, zu wenig Geld für Bildung, Renten weniger als Hartz IV bestimmen für viele Menschen den Alltag. Die Wirtschaftspolitik der Bundesrepublik wird dazu führen, dass das bald auch in anderen Ländern so und noch schlimmer sein wird. Und wenn das nicht klappt, wird geschossen!
Vor einigen Tagen hat auf der Ausbildungsmesse „Nordjob“ in Rostock auch die Bundeswehr für ihre militärischen und zivilen Berufe geworben. Sie braucht noch immer jährlich Tausende junger Leute als Nachwuchs. Offiziere der Bundeswehr treten jährlich in MV vor fast 3000 Schülern auf. Institute der Universität Rostock forschen und lehren in Zusammenarbeit mit Rüstungsbetrieben.
Rostockerinnen und Rostocker! Sie wollen Sie! Sie sollen als Soldaten in fremden Ländern töten und selbst sterben. Sie sollen für den Krieg forschen und arbeiten. Ihre Kinder sollen eines Tages nicht mehr fragen, ob es normal ist, in fremde Länder einzumarschieren. Sie sollen töten und sterben.
Und was wollen Sie?
Wir sehen das ganz praktisch. Probieren Sie es aus: So liegt es sich in einem Sarg! Aber beachten: Die echten sind aus Zink!
Rostock, 14. Juni 2013, 14 Uhr, am Kröpeliner Tor