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Rostocker Ostermarsch 2010: Bundeswehr raus aus Afghanistan! Abrüstung statt Sozialabbau!

2010, das heißt: 50 Jahre Ostermarsch! Die ersten Ostermärsche waren Proteste gegen die atomare Aufrüstung. Auch in der BRD, in Büchel, lagern Atomwaffen. Dieses Jahr wird am 4. April ein Ostermarsch darauf hinweisen, der um fünf vor zwölf beginnt. Das Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide ist immer noch im Besitz der Bundeswehr und sie macht keine Anstalten, es zu räumen - auch dort wird es einen Ostermarsch geben. Insgesamt finden bundesweit zu Ostern über 60 Aktionen der Friedensbewegung statt.

 
Hier in Rostock setzen wir die inzwischen zur Tradition gewordenen Rostocker Ostermärsche fort. Mit Aufrüstung haben wir unsere eigenen Erfahrungen: Die im Marinestützpunkt Hohe Düne stationierten Korvetten, die zurzeit aggressivsten Kriegsschiffe der NATO, müssten wir zwar wie die Ostereier suchen, denn sie sind noch immer kaputt, und der EU-Militäreinsatz vor Somalia muss >leider< weiter auf sie warten. Aber das faule Ei, das die heruntergewirtschafteten Werften in Rostock und Wismar für die soziale Situation in der Region bedeuten, sehen wir gleich. Schräg gegenüber, bei EADS, wird für den Militärtransporter A400M und den Spionagesatelliten SAR-Lupe der Bundeswehr, gearbeitet. Abrüstung statt Sozialabbau - diese Forderung passt nur zu gut für Rostock. Was hier Zukunft haben soll, sind Militärstützpunkte, Rüstungsindustrie und Rüstungsforschung. Wir wollen den friedlichen Badeort Warnemünde und eine zivile Entwicklung für die Region.
 
Die Ostermärsche sind immer eine Gelegenheit, zu zeigen: Wir wissen, wer am Krieg verdient! Wir wollen nicht für den Krieg arbeiten! Wir finden uns nicht damit ab, dass Krieg geführt wird! Wir wehren uns dagegen, dass man uns an den Krieg gewöhnen will! Wir wiederholen die Forderung von 70 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung: Bundeswehr raus aus Afghanistan! Diese Forderung muss kompromisslos sein. Abzug der Bundeswehr darf nicht heißen, dass im Gegenzug mehr Polizei nach Afghanistan geschickt wird. Mehr Polizeiausbildung heißt nur, dass in Zukunft Afghanen das Geschäft der Besatzungsarmeen erledigen sollen. Für uns heißt es: Bundeswehr und Polizei raus! Zivile Hilfe, Selbstbestimmung und Frieden für Afghanistan!
 
Und schließlich ist unser Ostermarsch, in der bewährten Form der Fahrraddemonstration, die beste Gelegenheit, die Frühlingssonne zu genießen, ökologisch voranzukommen und, gut durchgepustet, mit klarem Kopf in die neuen politischen Auseinandersetzungen zu starten.
 
Wir fahren diesmal von Lütten Klein über Groß Klein nach Warnemünde. Unsere Stationen sind:
 
Ostersonnabend, 3. April 2010,
14:00 Auftaktkundgebung in Lütten Klein auf dem Boulevard Warnowallee
14:50 Zwischenkundgebung in Warnemünde auf der Zufahrtsstraße zur Werft
15:15 Abschlusskundgebung in Warnemünde in der Kirchenstraße
 
Wer >nur< zu den Kundgebungen kommt - bitte sehr pünktlich an den Standorten sein! Schon voriges Jahr hat sich gezeigt, dass wir viel Tempo haben. Und das soll ja auch so bleiben!
 
Bringt Fahnen mit! Auf die Räder! Wir sehen uns am Ostersonnabend!