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Ilja Ehrenburg, die Deutschen und der Krieg – Lesung und Diskussion

Verleumdungen aller Art ranken sich um die Rolle des sowjetischen Schriftstellers und Publizisten Ilja Ehrenburg (1891-1967) vor allem am Ende des Zweiten Weltkrieges. Es wird behauptet, seine Kriegsartikel allein trügen die Schuld an den Übergriffen von Soldaten der Roten Armee auf die deutsche Zivilbevölkerung. Politische Winkelzüge Stalins auf der Suche nach Bündnispartnern werden als „berechtigte“ Kritik an Ehrenburg gedeutet und kaum jemand weiß, was wirklich in Ehrenburgs so oft erwähntem Flugblatt „Töte“ stand.

 
Unsere Texte - Kriegsartikel und Auszüge aus seinen Memoiren - lassen Ehrenburg selbst sprechen: mit seiner Leidenschaft als konsequenter Antifaschist und Humanist, seinem herausragenden journalistischen Talent und seinem Stolz darauf, Jude zu sein: allen diesen Eigenschaften, die er als Sowjetbürger durch ein bewegtes Jahrhundert trug, im Bewusstsein der Tatsache, dass er oft politisch ausgenutzt wurde, aber bereit zu Kompromissen im Namen einer Welt des Friedens, in der der Faschismus ausgerottet sein würde.      
 
„Ilja Ehrenburg, die Deutschen und der Krieg“ - unter diesem Titel findet als Teil einer Reihe von Veranstaltungen zum Tag der Befreiung eine Lesung von Texten Ilja Ehrenburgs mit Diskussion statt. Gelesen werden Texte aus der Zeit des Kriegsendes und der Nürnberger Prozesse.
 
Dienstag, 17. Mai, 20 Uhr
Jugendgarten Alte Schmiede, Hölderlinweg 10
ÖPNV-Verbindung: Straßenbahn Linie 1, Haltestelle „Hölderlinweg“ (zweite Haltestelle nach „Dierkower Kreuz“)
 
Veranstalter: Rostocker Friedensbündnis, Initiative Ilja Ehrenburg, Vereinigte Bürgerinitiative Toitenwinkel (VBT) e.V.