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8.8., Nein zur Militarisierung der Hanse Sail! - Text unseres Flyers

Mecklenburg-Vorpommern ist mit mehr als 6 Dienstposten pro 1000 Einwohner das Bundesland mit der höchsten Militärdichte. In Rostock befindet sich das Marinekommando, die Führung der gesamten Teilstreitkraft Marine. Es ist Standort modernster Waffentechnik: In Hohe Düne stehen die fünf Korvetten K-130, die aggressivsten Kriegsschiffe der NATO, jede zum Preis von 300 Millionen Euro, Neben-und Reparaturkosten nicht eingerechnet  – wenn sie nicht gerade vor der Küste des Libanon oder mit einer Standing NATO Maritime Group, einer schnellen Eingreiftruppe, unterwegs sind. Hier stehen die Patriot-Systeme – wenn sie nicht gerade in der Türkei stehen, die Raketen auf Syrien gerichtet. Hier steht ein Großteil der Eurofighter – im Geschwader in Laage werden alle bundesdeutschen Eurofighter-Piloten ausgebildet.

Wollen Sie das? Wollen Sie das in einem Bundesland, in dem gleichzeitig die Arbeitslosenquote 10,4% beträgt, Arbeitsplätze in saisonunabhängigen Bereichen aber Mangelware sind, die meiste Arbeit in Rostock durch Zeitarbeitsfirmen vermittelt wird und die Langzeitarbeitslosigkeit weiter steigt? In dem eine Zunahme des Bevölkerungsanteils alter Menschen bis 2030 bis auf 36% vorausgesagt wird, während die Abwanderung von jungen Menschen, besonders Frauen, weitergeht? In dem mit 33,5% die bundesweit zweithöchste Kinderarmut herrscht? Die Bundeswehr wirbt für das Kriegshandwerk. Nachhaltige Arbeitsplätze schafft sie nicht.
Wollen Sie, dass auch mit Waffen von hier wieder Krieg geführt wird und zu dieser sozialen Not die Not der Bevölkerung anderer Länder kommt, zugunsten zweifelhafter Gewinne von Politik und Wirtschaft?
Drei Tage der Hanse Sail nutzt die Bundeswehr mit der Öffnung von Teilen ihres Stützpunkts Hohe Düne für ihre Werbung. Am Tag vor Beginn der Sail hat bereits mit EU- und NATO-Beteiligung ein „Maritimes Sicherheitskolloquium“ stattgefunden. Zusätzlich sind Kriegsschiffe in Rostock und Warnemünde vor Ort. In einem Einkaufszentrum der Stadt wird mit Bildern eines Marinemalers für die Sail geworben.
Wollen Sie da mitmachen?
Erteilen Sie den Werbeangeboten der Bundeswehr eine Absage! Übrigens auch ihren Angeboten an Schulen und Hochschulen. Engagieren Sie sich mit uns für Frieden, Abrüstung, nachhaltige Arbeit und eine zivile Sail!
Rostocker Friedensbündnis
Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) -
Mittleres Mecklenburg