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2.8., Kleines Friedensfest für Kinder: Text unseres Flyers

Besonders Kinder leiden unter Krieg. Bei der Bombardierung des Gazastreifens durch Israel sind in diesen Wochen schon dreihundert Kinder getötet worden. Andere kommen in ehemaligen Kriegsgebieten durch Minen ums Leben oder verlieren Arme und Beine. Wieder andere verlieren durch Kriegseinwirkungen ihre Familie und befinden sich allein auf der Flucht. In vielen Kriegen kämpfen Kindersoldaten. Auch die Bundeswehr rekrutiert im Rahmen des Freiwilligen Wehrdienstes schon Minderjährige.

Kinder werden auf den Krieg vorbereitet. Im deutschen Kaiser-reich trugen die Kinder der „besseren Kreise“ Matrosenanzüge und Matrosenkleider, denn Politiker und Rüstungsunternehmer schätzten die Marine: Sie stärkten sie für den Ersten Weltkrieg. Der Sedantag Anfang September zur Erinnerung an eine siegreiche Schlacht gegen Frankreich 1870 war ein Anlass für Sportspiele in Kindergärten und Schulen. So wurden die Kinder dazu erzogen, den Krieg als etwas Normales zu betrachten. Heute kommen Jugendoffiziere in die Schulen und sprechen über „Sicherheitspolitik“. Für Wirtschaftskonflikte, Umweltprobleme und Menschenrechtsfragen schlagen sie immer auch militärische Lösungen vor. Junge Menschen werden wieder systematisch an den Krieg gewöhnt.  
Junge Menschen sollen in den Krieg geschickt werden. Die Bundeswehr ist heute weltweit im Krieg. Für politische Bündnisse und Wirtschaftsinteressen unterdrücken Soldaten, die vor kurzem noch Kinder waren, Menschen in anderen Ländern, töten sie und werden selbst getötet. Die Wehrpflicht ist nur ausgesetzt. Sie kann jederzeit wieder eingerichtet werden. In der Zwischenzeit melden Städte und Gemeinden weiterhin die Daten junger Menschen kurz vor ihrer Volljährigkeit an die Bundeswehr.
Wir feiern heute ein Friedensfest. Wir wollen Spaß haben und lernen, wie wichtig Frieden ist und was alles zum Frieden gehört. Für größere Kinder gibt es bei uns einen Flyer, aus dem man erfährt, wie man ganz konkret der Weitergabe seiner Daten an die Bundeswehr durch die Meldebehörden widersprechen kann.
Herzlich willkommen!