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Rostocker Ostermarsch 2014 erfolgreich (= unsere Pressemitteilung vom 20. April)

Der Rostocker Ostermarsch 2014 war erfolgreich. Mit seinen 50 Teilnehmern einer der größeren Ostermärsche der letzten Jahre in Rostock, bewegte er sich durch die Innenstadt zu verschiedenen Mahnorten gegen Militarismus und neue Kriegsgefahr. Die Demonstranten kritisierten dort auch neueste Entwicklungen: So soll ein auf dem Marinestützpunkt Rostock-Hohe Düne stationierter Tender ins Baltikum auslaufen, um die NATO-Präsenz im Osten Europas zu stärken, mit der die Kriegsgefahr im Ukraine-Konflikt weiter angeheizt wird. Dasselbe Ziel werden sechs Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter haben; möglicherweise werden sie vom Fliegerhorst Rostock-Laage kommen. In ihrem Zentrum plant die Stadt eine Umgestaltung der Wallanlagen, bei der alte Sichtachsen wiederhergestellt werden und unter anderem das Kriegerdenkmal zwischen Wall und Rosengarten mehr ins Blickfeld gerückt werden soll. Dagegen ist das Denkmal für den Gewerkschafter Hermann Duncker am Haus der Schifffahrt seit Jahren durch eine Baumkrone verdeckt. Das Rostocker Friedensbündnis und die DFG-VK-Gruppe werden die Stadt auffordern, freie Sicht auf dieses Denkmal zu schaffen, und dabei den Schulterschluss mit den Gewerkschaften suchen.

Mehrere Demonstranten ergriffen am offenen Mikrofon das Wort. Sie äußerten ihre Gedanken zum Jubiläumsjahr 2014 und informierten über den zum 1. Mai angekündigten NPD-Aufmarsch in der Nähe des Denkmals für das Rostocker NSU-Mordopfer Mehmet Turgut und die geplanten antifaschistischen Aktionen an diesem Tag.  
Vertreter der besuchten Firmen und Institutionen waren der Einladung der Organisatoren zur Diskussion mit den Demonstranten nicht gefolgt. Allein die Präsidentin der Bürgerschaft hatte sich mit einem Hinweis auf zeitliche Probleme entschuldigt und dem Ostermarsch Erfolg gewünscht. Das Rostocker Friedensbündnis und die DFG-VK-Gruppe kritisieren, wie hier der Auseinandersetzung ausgewichen wurde. Für sie liegt darin ein Beweis dafür, wie notwendig es ist, für eine friedliche und zivile Stadt zu arbeiten.  
Auf der Abschlusskundgebung gab es Informationen über den aktuellen Stand der Ostermärsche bundesweit, Musik des Sängers und Gitarristen Uisge samt einem spontanen musikalischen Beitrag eines Demonstranten und die aktuelle Nummer der „Zeitung gegen den Krieg“, einer Zeitung der Friedensbewegung. Abgerundet wurde der Tag mit einem Konzert von Uisge vor interessierten Zuhörern im Rostocker Café Maya.