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Antimilitaristisch campen 2012: gegen das Gefechtsübungszentrum in der Altmark, gegen den Fliegerhorst in Husum

Um in Afghanistan die Interessen westeuropäisch-amerikanischer Eliten durchzusetzen (neudeutsch: demokratische Zustände zu installieren), reicht es heute nicht mehr aus, Brunnenbauer mit Knarren dort hin zu schicken, mit dem Befehl, dann schießt mal schön ...

 
Moderne Kriegsführung ist eine logistische Herausforderung. Die Logistik des Afghanistankrieges wird zum größten Teil von den auf dem Husumer Fliegerhorst stationierten Soldaten organisiert. Den letzten Schliff fürs Totschießen erhalten die Nato-Truppen dann auf dem modernsten europäischen Truppenübungszentrum in der Colbitz-Letzlinger Heide bei Magdeburg. Dort wird unter nahezu echt wirkenden Einsatzsimulationen in extra dafür gebauten kosovarischen und afghanischen Dörfern Krieg geübt. Aber es geht dort auch um mehr. Mit dem für dieses Jahr anvisierten 80 Mio teuren Neubau einer Stadt mit U-Bahn-Stationen, Bürokomplexen, Slums und Wohnvierteln, einer Stadt, wie sie laut Kommandant „in jedem Teil der Welt stehen kann“, soll ein Übungsareal geschaffen werden für zukünftige   Kämpfe von Nato-Truppen nicht nur gegen andere Armeen, sondern auch gegen Aufstände der Zivilbevölkerung, wie sie angesichts der Krise weltweit zu erwarten sind.
                   
Auf dem Poldo wird es hauptsächlich um dieses Gefechtsübungszentrum und die dort im Kern zu erprobende neue Nato-Strategie der asymmetrischen Kriegführung (Militär gegen Zivilisten) gehen. Und natürlich um die beiden Camps. Wir wollen Sand im Kriegsgetriebe sein mit Diskussions- und Aktionscamps vom 9. bis 12.8. gegen den Fliegerhorst in Husum und vom 12. bis 17.9. am Rande des GÜZ in der Colbitz-Letzlinger Heide. Krieg beginnt hier und Krieg kann hier gestoppt werden.
 

Politischer Donnerstag

Peter-Weiss-Haus, Doberaner Str. 21, Rostock
26.7.2012 ab 20 Uhr ( 19:30 Vokü)
 
 
SchwarzRote Hilfe in Kooperation mit dem Rostocker Friedensbündnis und der Warstartshere-Campvorbereitung