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>Willkommen in Palästina< – Eindrücke einer Reise in den Nahen Osten

Dr. Hikmat Al-Sabty war mit einer Gruppe von Aktivist_Innen aus Deutschland in die israelisch besetzten Palästinensergebiete geflogen, um die dort lebenden Menschen kennenzulernen. Als Teil einer internationalen Aktion sollte es in einer einwöchigen Tour quer durch die Wüste gehen. Doch daraus wurde nichts. Schon am Flughafen wurde die Gruppe, mit der Hikmat geflogen war, gestoppt.

 
Das Rostocker Friedensbündnis hatte für den Abend des 25. Juli in den Waldemarhof eingeladen, um ihn und andere Reisende von der Fahrt erzählen zu lassen. In einer gemütlichen Runde lauschten alle den Erzählungen. Von Wanzen in den Gefängnisbetten und steinhartem Brot konnte mensch genauso hören wie von Schlägen und Fußtritten bei Mitgefangenen. Bei allen Reisenden war das Ende dennoch gleich, es lautete schlicht: Abschiebung aus Israel.
 
Bis in die späten Abendstunden reichte die Diskussion. Wut über die rohe Gewalt und die überzogenen Reaktionen vieler israelischen Soldaten und Politiker brachten dabei nicht nur Angelica Seyfrid, die ebenfalls an der Aktion teilnahm und bei der Veranstaltung ihre Eindrücke schilderte, sondern auch mancher Zuhörer zum Ausdruck. Angelica gehörte zu denen, die ihre Abschiebung vor einem israelischen Gericht angefochten hatten, und verlor. Auch hiervon berichtete sie.
 
Als letzte Konsequenz aus dem Gehörten blieb die Erkenntnis, dass Vertrauen und Freundschaft im Nahen Osten durchaus möglich sind. „Bis zu einem friedlichen Zusammenleben im Nahen Osten ist es noch ein langer Weg, aber jeder kleine Schritt ist wichtig“, sagte eine Besucherin am Ende der Veranstaltung.
 
Für diesen Artikel danken wir IpaR.

Link: http://ipar.blogsport.de/2011/07/25/rostock-willkommen-in-palaestina-eindruecke-einer-reise-in-den-nahen-osten/